Durch den mittleren- und den suedwesten

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Dieses mal geht es von D,dorf mit Swiss ueber Zuerich nach Chicago. In Zuerich starten wir zwar etwas spaeter, aber in Chicago kommen wir sehr puenktlich an.
Auch die wartezeiten bei der einreise sind erstaunlich kurz. Man hat das anstellen optiniert, dadurch sind wir noch vor den koffer am band. Das ist sensationell.

Nachdem der hotelshuttle nach einer stunde immer noch nicht erscheint, nehmen wir ein taxi, das uns zum “Best Western at O’Hare” bringt.
Beim einchecken erhalten wir einen umschlag mit infos von Road Bear fuer den transport am naechsten morgen nach Middlebury in Indiana.

Die fahrt nach Middlebury dauert ca. 3 stunden. Dort kommen wir gegen 10.00 h an. Die uebergabe der fahrzeuge ist wieder sehr gut vorbereitet, so dass die formalien ohne verzoegerungen ab laufen. Zu unserer ueberraschung erhalten wir ein 32,5ft fahrzeug, dass im wohnbereich mit allerlei neuerungen ausgestattet ist. So zum beisp. ein versenkbares tv-geraet.  Kurz vor 13.00 h sind wir dann soweit, dass wir starten koennen.

Der recht fruehe zeitraum von mitte Maerz bis mitte April sollte der grund sein, dass wir uns bei der diesjaehrigen ueberfuehrung eines neuen wohnmobiles etwas weiter durch den sueden wagten. In der annahme, dass in dieser zeit die temperaturen noch einiger massen ertraeglich sein wuerden.
Aber das sollte sich schon bald als falsch heraus stellen.

Nach dem ersten einkauf bei einem Wal Mart geht es in grober richtung nach suedwesten bis zur I-70-west und dann nur noch nach westen. Die temperaturen liegen im bereich 20C bis 25C. Die fahrt durch Missouri wird uns wohl in besonderer erinnerung bleiben. Denn vor uns baute sich eine sehr dunkle unwetterfront auf. Und ploetzlich waren wir mitten drin im unwetter. Man kann es kaum realistisch beschreiben. Es war fast dunkel, sturmboeen schuettelten uns hin und her, der regen war so dicht als wuerde einer einen container mit wasser ueber uns ausschuetten und die sicht nach allen seiten versperrte. So stellt man sich den weltuntergang vor. Aber genauso schnell wie es begann, waren wir ploetzlich durch und die sonne kam zum vorschein als wenn nichts gewesen waere.

Am 5. tag erreichten wir unser erstes besichtigungsziel im westen von Kansas; die Carstle Rocks, nur ueber eine 15 Meilen piste zu erreichen.
Und eine stunde weiter westlich findet man die Monument Rocks, vom Hwy 83 abzweigend auf einer 10 Meilen langen piste.

weitere fotos siehe hier    NavRight

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Dann geht es zwei tage nach sueden in den Palo Duro Canyon State Park im norden von Texas, in der Panhandle region. Man nennt ihn auch den Grand Canyon von Texas. Er ist ca. 200 km lang und ca. 10 km breit und damit der zweit groesste Canyon in den USA. Die maximale tiefe betraegt 244 meter.

Zunaechst sieht man von dem canyon nichts. Man faehrt durch eine gegend so platt wie ein nudelbrett. Ganz ploetzlich steht man am rand und erhaelt einen ersten eindruck. Eine gut ausgebaute strasse fuehrt hinab, zuerst zum visitor center.
War es oben am rand noch angenehm temperiert, war es unten merklich heisser. Wir erfahren, im visitor center, dass der unterschied zwischen canyon rand und talsohle im durchschnitt 12C betraegt.

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Im Palo Duro Canyon bleiben wir zwei tage, fahren die interessanten punkte entlange der parkstrasse ab, weil es zum wandern zur zeit viel zu warm ist. Erst am abend wagen wir eine kleinere wanderung von ca. 2 Meilen auf dem Paseo Del Rio Trail.

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Am Lighthouse Peak gibt es ein kraeftiges fruehstueck, bevor es wieder zurueck geht.
Zurueck gehen wir automatisch schneller, weil die temperatur von minute zu minute zunimmt.

Am 2. tag brechen wir ganz frueh noch im dunkeln zum Lighthouse Trailhead auf, um der grossen waerme zu entgehen. Mit reichlich trinkwasser und fruehstueck bewaffnet starten wir noch im dunkeln die wanderung zum Lighthouse Peak.
Wir durchqueren eine wunderschoene landschaft, die im schein der aufgehenden sonne in allen rot toenen leuchtet.

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Als wir gegen 10:00 h den trailhead erreichen, zeigt das thermometer bereits unertraegliche 40C.

Nicht ohne grund sind die stellplaetze des campgrounds mit strom versorgt. So kann die temperatur im fahrzeug per klimaanlage auf ein ertraegliches mass gesenkt werden.

Die fahrt geht weiter nach sueden. Nach zwei stunden erreichen wir den Caprocks Canyon State Park. Hier weht ein leichter wind, der die temperatur etwas ertraeglicher macht.
Wir richten uns auf dem campground mit strom und wasser ein und erkunden dann den park in dem wir die interessanten punkte entlang der parkstrasse wieder abfahren, weil es zum wandern fuer uns zu warm ist..

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Zu spaeteren zeit machen wir noch eine wanderung auf dem Rim-Trail, waehrend die klimaanlage auf hochtouren laeuft. Wir laufen ca. 2 Meilen und kehren dann um, weil der trail nicht das haelt was wir uns erhofft hatten.
Wieder zurueck gehen wir zu dem gemuetlichen teil des tages ueber.
Moni hat heute geburtstag.
Eine zwei-personen-party mit sekt, bier und wein. Draussen sind es 40C und deshalb geniessen wir die angenehmen 27C im fahrzeug.

Das geburtstagsdinner am abend bereiten wir selbst zu, da wir zu viele Meilen von der naechsten ansiedlung entfernt sind.

Ueber die UFO-City Roswell geht es weiter nach westen und zum White Sand Dunes National Monument, wo wir einen zweistuendigen stop einlegen.

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Das naechste ziel ist das Chiricahua National Monument im aeussersten suedosten von Arizona. Hier wollen wir eine groessere wanderung nachholen, die bei unserem letzten besuch ausfallen musste, weil in der nacht zuvor ein wettersturz mit 20 cm neuschnee die parkstrasse unpassierbar machte.
Aber dieses mal spielte das wetter mit. Mit einem shuttle wird man zum endpunkt der parkstrasse gebracht. Von dort wandert man dann durch den Echo-Canyon zum visitor center zureuck.
Die wanderung ist ein echtes erlebnis und ist sehr empfehlenswert, wenn man in dieser gegend ist.

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weitere fotos siehe hier     NavRight

Das naechste ziel ist die region rund um Tucson. Hier gibt es zahlreiche sehenswuerdigkeiten der natur. Die hauptattraktionen ist der zweigeteilte Saguara National Park im osten und westen von Tucson, der Sabrino Canyon, und natuerlich das Arizona-Desert-Museum, dass man unbedingt besuchen muss, wenn man in dieser region ist. Hier sollte man viel zeit mitbringen.

weitere fotos siehe hier    NavRight

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Und weiter geht es westwaerts. Wir durchfahren die Sonoran Wueste im sueden von Arizona auf dem Hwy 86. Mitten im nichts erheben sich die Quinlan Mountains auf dem sich weithin sichtbar das Kitt Peak National Observatorium befinden, dem wir einen kurzen besuch abstatten. Ein 12 Meilen langer anstieg bis zur spitze des berges.
Dann geht es weiter nach westen durch das "nichts".

Irgendwann, nach gefuehlten mehreren stunden - man glaubt es kaum -  taucht dann mitten in der wueste ein kleiner, verschlafener ort auf: Ajo, deutlich erkennbar, ist der spanische ursprung. Besonders faellt die sauberkeit sofort ins auge.
Aber man fragt sich, was menschen dazu bringt hier mitten im “nichts” anzusiedeln? 

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Ein kunstler hat den standort des ortes sehr treffend auf einer haeuserwand dargestellt.

Das naechste ziel liegt bereits in Kalifornien, der Anza Borrego State Park im suedlichen teil der
Mojave Wueste. Er ist der groesste State Park der USA. Dort werden wir unsere amerikanischen freunde treffen und gemeinsam die verbleibende zeit unseres urlaubes verbringen.
Am vereinbarten treffpunkt ist jedoch von den freunden nichts zu sehen. Dafuer erwarten uns die dortigen camper und meinten, wir muessten die Germans sein fuer die am toilettenhaeuschen eine nachricht hinterlassen wurde.
Die freunde hatten ca. 24 Meilen entfernt, im Blair Valley, einen besseren platz gefunden. Ein riesiger talkessel in dem sich die camper mit ihren (teilweise) riesigen wohnmobilen sehr weitlaeufig verteilten.

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Dank des Jeeps den die freunde dabei haben, kommen wir auch in das sehr weitlaeufige hinterland. Wir lassen uns von den freunden leiten, die im Blair Valley einige interessante orte geplant haben.
Einer der orte befindet sich auf einem maechtigen huegel, eine Meile bergauf. Von dort kann man das ganze tal ueberblicken.
Dort hatte in den 30er und 40er jahren des letzten jahrhunderts ein geologe mit seiner familie 15 jahre lang in einer selbstgewaehlten isolation gelebt. In einem selbst erbauten haus, ein selbst gebaute regenwasserauffangsystem und sogar einem natur-pool zum baden.
Man muss schon sehr verrueckt sein, um hier oben leben zu wollen. Die ehefrau hat dann auch nach einigen jahren das weite gesucht. Schliesslich gab auch der geologe auf.

Ein ganz besonderes erlebnis sind die jeeptouren in das wilde hinterland. Fuer die man etwas staerkere nerven braucht und schon gar keine angst haben darf.

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Bei einer der touren durch das gelaende kommt uns ploetzlich ein tollkuehner camper entgegen.

weitere fotos siehe hier

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Auf dem weg zum Joshua Tree National Park begegnen wir auf einem wuestenflugfeld bei Ocotillo Wells diesem senkrechtstarter bei start- und landeuebungen.

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Erst fahren wir in das zentrum das parkes. Von dort mit dem jeep einen loop im gelaende und zu einigen interessanten punkten, wie den Keys View, von dem man deutlich sichtbar den Andreas Graben erkennen kann, und in das Hidden Valley. Wandern dort ca. 2 stunden durch eine bizarre und interessante felsenformation.

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Dann geht es zu dem platz im norden, den Gary schon von zu hause gebucht hat, dem Indian Grove. Ein wunder schoener platz zwischen den in diesen park typischen felsen.

Auf der weiterfahrt nach norden verschlechert sich das wetter. Es wird eine schlechtwetterfront mit sturm angekuendigt.
Die freunde rufen im Kings Canyon N.P. an und erfahren, dass der regen bereits als schnee faellt und alle zufahrten zu den beiden National Parks geschlossen sind.
Deshalb aendern wir unser ziel und fahren zum Red Rock Canyon S.P. am Hwy 14.

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Nach einer zwischenstation im Colonell Allensworth Historik State Park erreichen wir das Pinnacle National Monument in den Coast Ranges. Hier gibt es noch eine letzte schoene wanderung, bevor es dann nach Palo Alto geht, wo wir die letzten beiden tage unserer reise mit den freunden verbringen.

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Mit einem besuch an der pazifischen kueste und der fahrzeugrueckgabe am naechsten tag endet unsere tour.

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Fuer die statistik:

Gesamt gefahren:            3.739 Meilen / 5.986 km
Benzinverbrauch:            430 Gallonen / 1.629 Liter
Propanverbrauch:            12,2 Gallonen / 46,2 Liter
Durchschnittsverbrauch:  27,1 liter/100km

12-04-18 (18)
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